Die Anub

 

Die Anub gehören zu den ältesten Völkern Sagons. Doch der Höhepunkt ihrer Kultur liegt schon viele Jahrtausende zurück. Das Volk ist nur noch ein Schatten seiner selbst und das sind sich die meisten Mitglieder der Anub bewusst. Viele der alten Bräuche und Reglen ihrer einst glorreichen Zivilisation sind verloren gegangen und das einst vereinte Volk der Anub hat sich im Verlauf der Zeit in drei Fraktionen aufgeteilt, die an bestimmten Riten ihres Volkes festhalten wollen oder sich vollkommen von diesen lossagen. Die meisten Anub meiden größere Mengen. Viele sind Einzelgänger und gehen nur selten Beziehungen ein oder ziehen in Gruppen durchs Land. Sie sind sehr Prinzipentreu und würden für eine Sache sterben, der sie sich einmal verschrieben haben. Manche würden das als stur bezeichnen, doch es ist viel mehr eine Eigenschaft, die ihnen zusammen mit einer unglaublichen Disziplin und Opferungsbereitschaft in die Wiege gelegt worden scheint.

 

Erscheinung: Neben den Ogern gehören die Anub mit 2,10m zu den größeren der intelligenten Völker. Sie gleichen den Menschen in vieler Hinsicht, wobei sie aber statt eines Menschenkopfes den eines Schakals besitzen. Die Fellfarbe variiert dabei zwischen schwarz und braun, während das Fell älterer Anub mit der Zeit grau bis weiß wird. Die Augen gleichen denen eines Schakals in jeder Hinsicht. Das Fell geht nur vom Kopf bis zum Hals, während der Rest des Körpers unbeharrt ist. Die Hautfarbe variiert von einem hellen Braun bis bei einigen wenigen zu dunklem Schwarz. Die meisten Anub tragen Roben oder einen Tuch um die Hüfte, während bei den Frauen es nicht selten ist, dass sie ganz verhüllt sind von  Tüchern und Schleiern. Nicht selten kommt es vor, dass ein Anub für eine Statue gehalten wird, da ihre Gesichtszüge und auch ihre Körper häufig wie gemeißelt aussehen.

 

Gesellschaft: Die meisten Anub sind in ihrer Heimat Enriskat anzufinden. Einige wandern als Nomaden oder Eremiten durch die Wüste, doch die meisten von ihnen leben in El Fatach und Abet-Eni. Die Familien sind klar nach Geschlechtern aufgeteilt, wobei der Mann die Rolle des Oberhauptes spielt, während die Frau ihm gehorchen muss. Selbst bei jenen, die mit der Vergangenheit ihres Volkes nichts mehr zu tun haben wollen ist dieser Brauch häufig noch hängen geblieben. Bei den Verfechtern der alten Traditionen führt eine Missachtung dieser Rangordnung sogar noch zu schweren Strafen. Angeführt wird das Volk im Moment von zwei Oberhäuptern, die um die Macht streiten und unter denen sich die beiden Konkurierenden Gruppen der Anub, die Mugahid und die Treuen, gebildet haben. Das eine ist der Pharao in El Fatach, der von den Treuen gestützt wird, und das andere ist der Anführer der Mugahid in Abet-Eni. Immer mehr Anub wollen aber diesem Machtkampf und allgemein den Traditionen ihres Volkes entfliehen und verlassen daher sowohl die Gruppen als auch Enriskat.

 

Beziehungen zu anderen Völkern: Allgemein werden die Anub von den meisten Völkern eher gemieden. Ihre Fähigkeit, stundenlang ohne die geringste Bewegung an einem Ort zu verharren, gibt ihnen zusammen mit ihrem staturhaften Aussehen eine auf viele Völker unheimlich wirkende Aura. Das mag auch daher kommen, dass das Bild eines Anub in den Dörfern und Städten außerhalb Enriskats noch immer alles andere als normal ist. Die einzigen Völker, die grundsätzlich von dem Äußeren der Anub nicht abgeschreckt werden, sind neben den Menschen Enriskats noch die Elben, welches das erste humanoide Volk war, mit denen die Anub in Kontakt traten, und die Phönixe, die sie anfangs für Inkarnationen von einem ihrer Götter hielten.

 

Religion: Nur wenige Anub folgen heutzutage noch der alten Religion ihres Volkes. Die Namen der meisten Götter gingen im Strom der Zeit verloren, sodass für eine wirkliche Religion die Grundlage fehlte. Selbst die alten Tempel und Schriften geben nur wenig über die alte Religion preis. Einzig und allein drei Namen sind erhalten geblieben von den einst hunderten an Göttern:  Horeaton, den Gott des Lichts und des Guten, den sie am Tag der Sommersonnenwende für seine Gaben danken, Setham, die Göttin des Todes und des Chaos, deren Tag im Kontrast zu Horeaton die Wintersonnenwende ist, zu der sich die Anub in ihre Zelte und Hütten verstecken, um keinem ihrer Wüstendämonen zu begegnen, und Arasis, der Richtergott, der nach dem Tod der Anub entscheidet, ob ihre Seele in das Reich Horeatons übergehen darf oder von Setham verschlungen wird. Arasis wird zu beginn einer jeden Jahreszeit erneut gefeiert sowie bei dem Tot und der Geburt eines jeden Anub. Doch wie gesagt folgen nur noch wenige Anub dieser Religion. Die meisten haben in der Religion der Menschen Enriskats Erfüllung gefunden oder haben sich ganz von Religion abgewendet.

 

Besondere Merkmale: Die Anub haben eine einmalige Fähigkeit. Sie sind vollkommen gegen Magie immun. Sie können nicht durch Geistesmagie kontrolliert werden und ein durch Magie bewegter Stein macht bei ihnen nur so viel Schaden, wie ein normaler Stein. Magisches Feuer lässt sie unberührt und durch Magie erzeugte Winde sind für sie wie normale Winde. Sie scheinen eine Art natürliches Abwehrschild gegen Magie zu haben, welches ungeheuer stark ist. Allerdings sind die Anub als Preis für diese Fähigkeit nicht in der Lage, Magie zu wirken. Dazu kommt noch, dass die Anub sehr ausdauernd sind. Sie können ihren Stoffwechsel mit ein wenig Übung so verlangsamen, dass sie tagelang ohne Wasser und Wochenlang ohne Nahrung auskommen können und trotzdem in der Lage sind, zu kämpfen.

 


Eigene Webseite von Beepworld
 
Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite ist ausschließlich der
Autor dieser Homepage, kontaktierbar über dieses Formular!