Die Fjelkyster

Die Fjelkyster sind die stolzen Krieger des Nordens. Sie leben in den gefährlichen Regionen von Fjelkyst, sowie vereinzelt in den wilden Ländern in der Nähe der Drachenzähne. Dieses kleine aber starke Volk spiegelt seine Heimat perfekt wieder. Gefährlich, wild und doch faszinierend. Jene, die von den Fjelkystern als ein Volk von Barbaren sprechen haben noch nie einen von ihnen außerhalb des Kampfes kennengelernt. Denn sie kämpfen zwar wie wild gewordene Bestien, zeugen aber auch von einer hohen Spiritualität, auch wenn kaum ein Fremder je vollkommen verstehen wird, wie sie Leben.

Erscheinung: Fjelkyster sind groß. Sehr groß. Die meisten von ihnen werden Hünen von 2 Metern. Manche werden noch größer und überragen sogar die Anub. Von der Statur her sind die Männer breitschultrig und muskulös, wo hingegen die Frauen zwar auch bis 1,90 Meter groß werden können, sie aber weniger muskelbepackt sind wie die Männer und eher schlank und drahtig sind. Dies sagt aber nicht, dass sie zwangsläufig schwächer sind, als die Männer. Die meisten Fjelkyster haben blondes, wallendes Haar und blaue Augen. Sie tragen meistens Kleidung aus Fell und Leder.

 

Gesellschaft: Die Kultur der Fjelkyster ist äußerst komplex und jeder, der schon einmal die Gesellschaft eines Fjelkysters teilen durfte, wird dies bestätigen. Denn einer der Hauptmerkmale der Fjelkyster Kultur ist das Streben nach Ruhm. Die meisten Fjelkyster, egal ob Mann oder Frau, träumen davon, eines Tages in einem Lied oder einer Geschichte erwähnt zu werden. Unnötig zu erläutern, dass viele Fjelkyster deswegen so früh wie möglich ausziehen, um Großes zu vollbringen. Daher trifft man viele von ihnen meist als einsame Wanderer oder in kleinen Gruppen an. Ist der Abenteuerdrang besänftigt kehren die meisten Fjelkyster zu ihren Sippen zurück und suchen sich einen Partner. Hierbei suchen sie sich meist jene oder jenen aus, der ihrer Meinung nach der Ruhmreichste unter den Männern ist. Wählen zwei denselben Partner oder dieselbe Partnerin, wird um gekämpft, allerdings normalerweise nur mit den Fäusten. Die Erwählte muss allerdings nicht zwangsläufig den Sieger wählen. Sie kann auch keinen der beiden erwählen, aber zumindest haben die beiden dann einen guten Kampf gehabt, von dem sie erzählen können. Finden dann schließlich doch eine Frau und ein Mann zusammen, so wird im Normalfall die Frau Mitglied der Sippe des Mannes. Ist sie dagegen wird, wie in so vielen Sachen, darum gekämpft. Allerdings nicht zwischen Braut und Bräutigam, sondern zwischen je zwei Mitgliedern der beiden Sippen. In manchen Fällen sagt das Paar sich auch von beiden Sippen los oder wird von den Sippenführern, den Ruhmreichsten in der Sippe, aus verschiedenen Gründen verstoßen. Da die Sippen in großen Häusern oder Häuserkomplexen leben, muss die so neu gegründete Sippe sich nun selbst ein Haus errichten. Dies mag zwar hart erscheinen, aber nur auf diese Weise sind in Fjelkyst bisher neue Ortschaften wie Beronsheim entstanden. Eine Sippe errichtete ihr Haus weit abseits von den anderen Sippen und andere folgten ihnen und ließen sich auch dort nieder.

Für gewöhnlich bekommen Fjelkyster nur wenige Kinder. Selten mehr als zwei. Wer die Kinder erzieht sollte wohl eigentlich ein kritisches Thema sein, wenn man sich die kiregerische Natur der Fjelkyster ansieht, doch werden die Kinder meistens von den alten Sippenmitgliedern, die sich auch ansonsten um die Hausarbeit kümmern, anfangs aufgezogen, bis sie meist schon vor ihrem 15 Lebensjahr mit Mutter und/oder Vater dem alltäglichen Handwerk folgen. Dies bedeutet meistens  Jagen, Erz oder Holz für die Sippe besorgen und handwerkliche Arbeiten wie schmieden verrichten. Dadurch werden die Jungen und Mädchen vorbereitet auf das Leben eines Fjelkysters.

Kommt ein Fjelkyster in ein hohes Alter geht er immer seltener auf die Jagd und bleibt schließlich irgendwann zu Hause. Hier kümmert er sich zusammen mit den Verlsetzten und Schwachen nun um den Haushalt, kocht, fertigt Kleidung an und hilft überall, wo Arbeit ansteht. Nicht wenige Fjelkyster graut es vor diesem Ende und deswegen suchen sie ab einem hohen Alter den Tod im Kampf. Stirbt ein Fjelkyster, so wird während einer schlichten aber feierlichen Zeremonie mit Schwert und Rüstung in einem Hügelgrab vor dem Palisadenwall des Ortes begraben oder, wenn die Sippe an der Küste lebt, auf ein Boot aufgebahrt, aufs Meer hinausgelassen und verbrannt.

Politisch sind die Fjelkyster kaum entwickelt. Dass es jetzt einen König von Fjelkyst gibt wurde vom Kaiser bestimmt, als der das Land eroberte. Doch der König ist eine ohne Macht. Er ist bisher der Sippenführer der ältesten Sippe in Forfedre gewesen und da es in Fjelkyst nicht wirklich Geld gibt, sondern mit Fellen o.ä. gehandelt wird, ist die Frage nach Steuern und Abgaben an das Kaiserhaus bis heute nicht wirklich geklärt. Der König wird zwar in seiner Position akzeptiert, Befehle, die er erlässt haben aber nur für seine Sippe eine Verbindlichkeit. Diese Unabhängigkeit der Sippen ist zwar beeindruckend, birgt aber ein immenses Risiko. Denn Fjelkyster haben keine richtige Armee. So scheiterte das Kaiserreich mehr an den rauen Bedingungen des Landes als an den vereinzelt auftretenden Kriegern, die zwar für Verluste sorgten aber das vorankommen des Heeres nicht aufhalten konnten.

Beziehung zu anderen Völkern: Die meisten sehen in den Fjelkystern nur den Barbaren. Daher ist die Meinung über ihn bei vielen Völkern nicht die beste. Doch das interessiert die Fjelkyster eher wenig. Da sie sich gut selbst versorgen können und die Gier nach Geld nicht kennen verlassen sie eher selten ihr Land und treiben nur wenig Handel. Jene, die es doch verlassen, suchen meist irgendwo nach Ruhm und werden nur zu gerne von Händlern als Leibwache eingestellt oder treten der Söldnergilde bei, stets in der Hoffnung, Ruhm zu finden. So gilt dieses beeindruckende Volk leider als ein Volk von Säufern und Schlägern.

 Religion: Obwohl der Glauben an die Fünf den Fjelkystern bekannt ist, teilen ihn trotz aller Bemühungen der Kirche so gut wie keiner. Viel mehr glauben die Fjelkyster, dass die Tiere Wolf, Bär, Hirsch, Fisch, Ochse und Eule sowie die Bäume von einem Naturgeist abstammen, der noch heute in Sagon wandeln soll. Dies hält sie zwar nicht von dem Kampf mit diesen Geschöpfen oder vom Fällen von Bäumen ab, lässt sie aber die Natur würdigen und nach einer gelungenen Jagd stets ein kleines Fest veranstalten. Eine hohe Rolle spielen in dieser Religion die Tiergeweihten, welche als Vermittler zwischen den großen Geistern und den Menschen fungieren. Andere Magier aber werden als schwach und zu feige angesehen, einen Kampf ehrenvoll zu gewinnen, weswegen es auch nicht viele von ihnen gibt.

Besondere Merkmale: Körperlich sind die Fjelkyster allen Völkern bis auf den Ogern und Drachen überlegen. Sie haben zwar für gewöhnlich keine besondere Technik im Kampf, aber sie schlagen mit eine solchen Wucht zu und sind gleichzeitig so schnell mit Hammer, Axt oder Schwert, dass sie die auch gar nicht benötigen. Dazu kommt eine enorme Ausdauer, die sie sogar dann noch unbeirrt weiter kämpfen lässt, wenn ihnen ein Speer in der Brust steckt. Zusätzlich sind vor allem die alten Fjelkyster meist sehr geschickte Handwerker und vor allem Schnitzereien aus Fjelkyst sind ein vermögen wert. Die Magierrate ist verschwindend gering unter den Fjelkystern und nur die wenigsten lassen sich überhaupt ausbilden, obwohl sie ein gewisses Talent für Wind- und Verwandlungsmagie haben. Doch wählen die meisten Magiebegabten eher den Weg des Tiergeweihten.


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