Die Gorgonen

 

Das Volk Mariens, die Gorgonen, ist geprägt durch seine Religion und Geschichte, die von Sünde und Buße handeln. Die Gorgonen sind sehr religiös und nehmen schon geringe Verfehlungen als Sünden auf,  für die zumindest eine kleine Buße geleistet werden muss. So kommen sie nicht selten als Moralapostel bei anderen Völkern rüber, die gerne einem etwas vorpredigen. Bei sich selbst und Artgenossen sind die Gorgonen noch viel strenger und ihre Bußemaßnahmen können sogar bei besonders schweren Sünden zur Selbstgeißelung und     

–verstümmelung führen. Dies hat allerdings zur Folge, dass manche Gorgonen in gewisser Weise resistenter gegen Schmerzen werden aber auch gefühlskälter. Dennoch sind die Gorgonen nicht naiv oder leichgläubig. Die meisten besitzen eine sehr verschlagene Intelligenz und die Stimme der Moral muss bei einigen sogar mit einem kriminellen Genie konkurrieren.

 

Erscheinung: Der Oberkörper der Gorgonen gleicht dem eines etwas kleineren, schmächtigeren Menschen. Ihre Haut ist leicht grünlich, bräunlich oder bläulich. Das Gesicht weist auch große Ähnlichkeit zu den Menschen auf, hat aber schon auf dem ersten Blick etwas Schlangenartiges. Dazu kommt noch eine gespaltene Zunge, spitze, schlangenartige Zähne und eine schlitzförmigen Pupille. Am markantesten ist aber ihr Unterkörper, der den Schwanz einer großen Schlange darstellt. Während sie normalerweise kleiner sind als Menschen, reichen Gorgonen wenn sie sich hoch aufrichten sogar an die Anub herran. Die Schuppenfarbe variiert in so ziemlich allen Farben des Regenbogens, während hingegen Schuppenanordnung in nur vier verschiedenen Varianten auftauchen kann. Zackenförmige Linien gerade Linien und, was selten vorkommt,Wellenlinien, die zum Schwanz parallel verlaufen sowie noch seltener spiralförmige Linien, , die sich um den Schwanz drehen,. Die meisten Gorgonen tragen nur sehr wenig Kleidung. Ihr Unterkörper bleibt außer durch Metallplatten bei Kriegern als Rüstung unbedeckt, während der Oberkörper meistens nur mit wenig Stoff oder Metall verhüllt ist. Nur Prister tragen eigentlich Roben, die den gesamten Körper bedecken. Armreifen und Ringe werden sehr oft getragen genauso wie aufwendiger Kopfschmuck sowohl bei Männern als auch bei Frauen. Ganz selten unter den Gorgonen kommen auch schwarze Schuppen vor, die kein genaues Muster aufweisen. Jene werden als Schwarzschuppen bezeichnet und aus der Gemeinschaft verstoßen.

 

Gesellschaft: Die Gorgonen leben hauptsächlich in ihrer Stadt Serziras im gorgonischen Hoheitsgebiet in Maretzien zusammen. Je mehr man sich von dieser Stadt entfernt, desto weniger Gorgonen sieht man. Außerhalb sind sie sogar nur auf Pilgerreisen anzutreffen oder als Verstoßene. Die Gesellschaft der Gorgonen ist matriarchal aufgebaut. Die Frauen im Volk herrschen und führen es an. So kann nur eine Frau Priesterin werden, was nach der Königin, die gleichzeitig Oberste Priesterin ist, die höchste Position unter den Gorgonen ist. Die Männer können aber trotzdem Berufe ausüben. Doch entscheidet nicht die Gorgonin, welchen Beruf sie ausüben will. Denn die Gorgonen sehen in der Anordnung der Schuppen ein Omen von Marien, welche die zukünftige Rolle des Gorgonen ist. Gezackte Linien stehen dabei für Krieger bzw. Jäger, Geradlinige für Handwerker und vor allem Brüter, die Wellenförmigen für Priester bzw. bei Männern für Tempelwache und die spiralförmigen Linien für Magier. Wer diese Rolle verlassen will, muss mit Ächtung und Exil rechnen, denn er hat gegen Mariens Vorhersehung verstoßen. All dies weist auf eine sehr religiöse Gesellschaft hin, welche die Gorgonen darstellen. Dazu kommen noch Monatliche Feiern und Zeremonien zu ehren Mariens.

 

Beziehungen zu anderen Völkern: Die Gorgonen haben zu den meisten Völkern gute Verhältnisse. Sie werden allgemein als ehrlich und gerecht angesehen, wobei es natürlich einzelne Individuen gibt, die das Gegenteil zu beweisen scheinen. Die meisten Völker, allen vorran die Goblins, die in ihnen gute Handelspartner gefunden haben, belächeln zwar ihr extrem religiöses Verhalten und ihre Predigen, hegen aber keinen Groll gegen die Gorgonen und betreiben gerne Handel mit ihnen. Die Ausnahme stellen dabei die Menschen dar, welche den Gorgonen nie wirklich vertraut haben. Zwar handeln sie mit den Gorgonen, aber in den Städten werden sie meist misstrauisch angesehen, da durch ihr schlangenartiges Aussehen und Verhalten sowie der Aura des Unbekannten die meisten Menschen verängstigt werden. Dazu kommen noch eine Welle an Attentaten, die in jüngster Vergangenheit von Schwarzschuppen ausgeübt wurden auf Adlige in Maretzien. Doch die Gorgonen selbst hegen nur gegen ein Volk wirklich Abneigung. Und das sind die Elben, die sie als Verführer ansehen, die die Gorgonen einst aus Mariens reich lockten. Es wird nur ungern Handel mit ihnen betrieben, in Serziras selbst werden sie bespuckt und beleidigt.

 

Religion: Die Religion der Gorgonen sagt aus, dass die Gorgonen einst als Naga von Marien nahe ihrer heutigen Hauptstadt Serziras erschaffen wurden. Doch die Elben, die Verführer, erzählten einige Naga von dem angeblich viel schöneren Land oberhalb der Wasseroberfläche und lockten sie aus Mariens reich. Zornig und traurig über diesen Verrat belegte sie jene Naga mit einem Fluch, der ihr äußeres Veränderte und ihnen die Fähigkeit nahm, unter Wasser zu atmen. So wurden sie zu den heutigen Gorgonen. Gleichzeitig wurden die Naga, welche im Wasser geblieben waren, ihres Verstandes beraubt und zu wilden Bestien. Die Gorgonen sind felsenfest davon überzeugt, dass Marien sie und auch ihre Geschwister im Meer von diesem Fluch erlösen wird, wenn sie dafür nur genug Buße geleistet haben. Daher muss für jede Sünde gebüßt und für jede Verfehlung Reue gezeigt werden, um Marien zu besänftigen. Von den anderen Göttlichen wissen die Gorgonen zwar, haben sie aber nicht wirklich in ihre Religion eingebunden.

 

Besondere Merkmale: Die Gorgonen bringen immer wieder mächtige Wassermagier hervor. Dazu kommt aber noch eine unglaubliche Schnelligkeit und Geschicklichkeit im Kampf. Vor allem Unterwasser ist ein Kampf gegen sie fast aussichtslos. Auch können sie neben der normalen Warhnehmung über die Augen mit ihrer Zunge Wärme und Duftstoffe sehr genau warnehmen und eine Art Wärmebild eines Raumes erstellen. Eine weitere besondere Fähigkeit ist der Todesbiss, über den einige wenige Gorgonen verfügen. Eine kleine Zahl von Gorgonen besitzen nämlich Giftzähne, mit denen sie ihrem Opfer ein tödliches Gift verabreichen können. Die Produktion dieses Giftes geschieht innerhalb weniger Sekunden in einer Giftdrüse, hat aber als Folge eine Selbstvergiftung dieser ansonsten giftresistenten Wesen. Meistens sterben also nach einem Todesbiss beide Kämpfer. Dazu kommt noch eine unglaubliche Regenerationsfähigkeit, die zum Beispiel eine abgehackte Schwanzspitze wieder herstellt.

 


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