Die Ostländer 

Vor der großen Zerstörung und der Aufspaltung Perias’ gab es im Osten Sagons einen enormen Handel zwischen den Sargoniern und den Menschen der Königreiche auf dem östlichen Kontinent. Mit der Zeit vermischten sich dort die Völker miteinander und es entwickelte sich ein Volk, welches von den Sargoniern abschätzig Ostländer genannt wurde. Nach der großen Zerstörung entwickelte sich aus ihnen ein selbstständiges und robustes Volk aus Seeleuten und Händlern, später aber auch Bauern. Obwohl sie bis heute immer noch ein geringes Ansehen selbst unter anderen menschen besitzen ist es ihnen gelungen, in drei Ländern Sagons die dominante Menschenrasse zu werden.

 

Erscheinung: Die Menschen des Ostens sind von der Körpergröße her die kleinsten unter den Menschen. Sie werden selten über 1,70 Meter groß und sind meist bräunlicher oder in Enriskat öfters schwarzer Hautfarbe. Zweitere werden allerdings meist sogar bis zu 2 Meter allerdings ist dies eher die Ausnahme. Auch sind sie fast immer schwarzhaarig und dunkeläugig. Sie tragen meist etwas weitere, dünne Kleidung aufgrund der Wärme in den Ländern, welche sie bewohnen.

 

Gesellschaft: Das Volk der Ostländer wird von den meisten anderen Völkern in eine von drei Schubladen gesteckt. Gauner, Händler, Alchemisten. Natürlich bietet dieses Volk viel mehr Facetten, doch wählen wahrlich nicht wenige Ostländer eine dieser Gruppen. So sind zum Beispiel die toresischen Inseln ein Piratenstaat, in dem kaum eine ehrliche Seele zu finden ist. Drei der vier Inseln werden von Piratenkapitänen beherrscht, die von dort aus ihre Plünderungen vorbereiten. Vor allem die vierte Insel aber, Istralda, gilt als Sündenpool schlechthin. Vom Handel mit illegaler Ware und Menschen bis zu Mord und Prostitution kann man hier alle seine niederen Gelüste befriedigen. Beherrscht wird sie vom mächtigsten der Piraten, der ironischerweise als Großadmiral bezeichnet wird. Immer wieder kommt es zwischen die Piraten zu Scharmützeln und die Machtlage ändert sich stetig, doch gerade in diesem Wandel liegt wohl die einzige Konstante in diesem Reich der Laster. Im Gegensatz dazu stehen die Ostländer, welche in Maretzien leben. Sie sind meist Bauern oder Händler in kleinen Dörfern und Städten, die sich einen Dorfvertreter wählen, der dann zusammen mit anderen Dorf- und Stadtvertretern in Kalis über die Probleme und Belande seiner Gemeinde berät. Diese sehr fortschrittliche Staatsform droht aber vor allem seit der Gründung des II. Kaiserreichs an der hohen Korruption unter den Vertretern zu zerbrechen. Auch die Ostländer in Enriskat sind hauptsächlich Händler. Doch hat sich hier auch die erstarkende Gilde der Alchemie und Technik gebildet, welcher sich viele Ostländer anschlossen. Durch die immer neuen Errungenschaften und den Einfluss der Goblin hat sich eine paradoxe Kreuzung aus Geldgier, den Glauben an die Wissenschaft und einer hohen Religiosität entwickelt. An der Spitze dieses Gewirres steht der wie ein Gott verehrte Pharao der Anub, welcher offiziell über ganz Enriskat herrscht. Er setzt in jeder Stadt einen Vertreter seines Willens ein, der dann diesen umsetzen soll. Doch solange die Erträge und Einnahmen aus den Städten stimmen, kümmern sich nur wenige um erlassene Gesetze. Wenn dann noch die richtigen Bestechungsgelder fließen kann es dazu führen, dass bei einer Karawane eine Ladung Erz mehr eingetragen wird als vorhanden. Auch Menschenhandel und Sklaverei ist zwar offiziell verboten, wird aber immer noch ganz offen praktiziert. Wer weder Alchemist noch Händler werden konnte und das Glück hatte, nicht als Sklave gefangen genommen zu werden, dem bleibt meist nurnoch das Dasein als Bettler oder als Bandit.

Beziehungen zu anderen Völkern:wie gesagt werden die Ostländer von den meisten Menschen entweder als Banditen oder als Händler und Alchemisten angesehen. Ihr Ruf ist wahrlich nicht der Beste unter fast allen Völkern. Selbst die Anub und die Gorgonen, die immerhin im selben Land wie sie Leben, misstrauen einem Ostländer sofern sie ihn nicht kennen. Einzig und allein die Goblin scheinen sich mit den Ostländern angefreundet zu haben. Denn noch weniger als einem Ostländer trauen die meisten Völker einem Goblin. Somit ist es meist doch besser, wenn die Goblin ihre Waren über die Ostländer in die großen Städte bringen.

Religion: Die meisten Ostländer sind sehr religiös. Während aber die Menschen aus Maretzien und von den toresischen Inseln Marien um eine sichere Schifffahrt oder eine gute Ernte bitten wird in Enriskat vor allem Ruus verehrt. Die Wüste mit all ihren Tücken und Gefahren wird als die große Prüfung Ruus’ bezeichnet, welche aber für jene, die sie meisten, stets eine lebensspendende Oase bereit hält. Das Volk des Ruus wird hier sehr verehrt und es ist für viele eine Ehre, ein Mitglied der Phönixmenschen zu werden oder zumindest ein Magier, welche hier ein ziemlich hohes Ansehen genießen. Gleichwohl glauben aber viele, dass nicht in der Magie, sondern in der Alchemie und Technik die Zukunft der Menschheit steckt und viele geraten in eine Glaubenskrise zwischen Wissenschaft und Götter. Ganz anders ist es da wiederum bei den restlichen Ostländern. Sie haben ihre Religion von der der Gorgonen abgeleitet. So glauben sie, dass ihre Seele nur von Marien gereinigt und wiedergeboren wird, wenn sie für ihre Sünden Büßen. Allerdings gehen nur wenige so weit, wie die Gorgonen. Für die meisten reicht es, wenn man die Göttin um Verzeihung bittet. Es sei hier noch angemerkt, dass in Maretzien Magie schon als Sünde angesehen wird und Magier stets Buße tun sollten, während die Toresen sich darum nicht scheren und Magier als Waffen einsetzen.

 

Besondere Merkmale: Für Menschen haben die Ostländer ein ungewöhnlich gutes Talent für den Handel. Sie sind dabei zwar nicht so gut wie Goblins, da ihnen aber nicht ganz so viel Misstrauen wie den Goblins entgegengebracht wird, gleicht sich das einigermaßen aus. Auch sind viele von ihnen sehr einfallsreich und kreativ. Sie zeigen zudem ein Talent für die Schifffahrt und haben meist eine ziemlich gute Orientierung, was vor allem in der Wüste und auf dem Meer ein enormer Vorteil ist. Dazu kommt eine eher kleine Zahl an Magiebegabten, die dafür meist ziemlich gute Feuer- und Verzauberungsmagier werden.

 


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