Die Sargonier

Die Sargonier stammen von den Menschen ab, die die Zwerge als erste nach Sagon brachten. Dieses Volk ist stolz auf seine Vergangenheit, und bewies immer wieder seinen Wert für die Welt. Sie sind die am meisten vorkommende Unterart der Menschen in Sagon. Die drei stärksten und größten Königreiche Sagons, Lysemien, Merkria und Middarion, werden ihnen zugesagt. Dieses Volk ist eines, dass in der Vergangenheit Skalverei, Exil, Folter und Bürgerkrieg ertragen musste und gestärkt daraus hervorgegangen ist. Sie mögen nicht die größten, geschicktesten oder weisesten unter den Menschenvölkern zu sein, doch beweist der Krieg des Kaiserreiches von Middarion, dass Sargonier wohl zu den effektivsten gehören.

 

Erscheinung: Sargonier sind meist zwischen 1,70 Meter und 1,80 Meter groß und haben von Natur aus einen weder übermäßig bleichen noch gebräunten Hautfarbton. Das Spektrum von Haarfarben rangiert von blond bis dunkelbraun. Am häufigsten kommen grüne Augen vor, die anderen Farben treten aber auch häufig auf. Von der Statur sind sie weder übertrieben kräftig oder kümmerlich gebaut. Je nach Stand ist die Kleidung besser verarbeitet und wird bunter und pompöser.

 

Gesellschaft: Die Sargonier gehören zu einem der Völker, in denen Männer und Frauen gleichwertig sind. Nicht selten sieht man eine sargonische Schmiedin oder Kriegerin. Trotz dieser Freiheit ist es nicht ungewöhnlich, dass die Frauen sich um die Erziehung der Kinder kümmern sowie um den Haushalt. Die Erziehung der Kinder spielt bei den Sargoniern eine besondere Rolle. Sie gehört zu der Wohl strengsten aller Völker Sagons. Es gibt in jeder größeren Stadt der sargonischen Königreiche mindestens eine Akademie, in die die Kinder der mittleren und oberen Stadtbevölkerung schon mit 5 Jahren gebracht werden. Dort lernen sie nützliches wie Lesen, Schreiben, Rechnen sowie die Geschichte ihres Heimatlandes und dergleichen. Sehr viel wert wird auf die Kriegskunst gelegt. Die Kinder werden schon mit 10 Jahren in den Umgang mit mindestens einer Waffe geschult und mit 15 an das Tragen einer Rüstung gewöhnt. Für die Kinder der Adligen gibt es zusätzlich noch auf Wunsch eine Unterweisung in Strategie und Taktik sowie in Diplomatie. Obwohl Mädchen grundsätzlich an diesen Akademien nicht verboten sind, sind fast ausschließlich Jungs in der Akademie. Die Mädchen werden meist von Lehrmeistern, Familienangehörigen oder ähnlichem, je nachdem was sich die Familie leisten kann,  in allem Möglichen unterwiesen. Mit 18 werden die meisten Männer dann in die Armee eingezogen, sofern nicht bereits Lehrling bei einem Handwerker sind, der dafür dann an das Militär eine Abgabe zahlt, oder sie sich freikaufen können, was auf alle, die nicht aus einer reichen Händlerfamilie oder aus dem Adel stammen, nicht zutrifft. Nach einer einjährigen Grundausbildung geht es dann für zwei Jahre an die Front. Wer zurückkehrt kann sich dann mit seinem verdienten Sold eine Existenz aufbauen.

Sargonier leben in einem Feudalsystem, welches von einem König regiert wird. Es ist in die vier Stände aufgeteilt. Leibeigene, Freie, Adel, Klerus. Leibeigene stellen hierbei die niederen Bauern dar, die auf dem Land ihrer Lehnsherren arbeiten und Abgaben zahlen müssen, im Gegenzug aber Schutz von ihm erhalten. Sie leben meist in kleinen Dörfern und Gemeinden mit Hütten aus Holz und Stroh sowie mit einem von den Lehnsherren gewählten Dorfvorsteher zusammen, der zwischen ihnen vermittelt. Die Freien hingegen sind nicht an Land oder Gutsherr gebunden. Sie leben meist in den großen Städten, die von einem gewählten Stadtrat vertreten wird. Der Adel besitzt Land und wird oder wurde einst vom König erhoben, muss ihm dafür aber Steuern zahlen und in Zeiten der Not militärisch unterstützen. Sie kümmern sich zusammen mit dem König und den Vertretern der Bürger um die Politik, besitzen die meisten Ämter sowohl in den Städten als auch auf Reichsebene und sorgen mit arrangierten Ehen für Bündnisse und Allianzen untereinander, die nicht selten auch schon zu wenig ruhmreichen Taten führten. Der Klerus stellt die Mitglieder der Kirche des Einen dar. Sie besitzen Ländereien, die ihnen einst überschrieben wurden und besitzt in den Königreichen mehrere große Kirchen und Klöster.

Beziehungen zu anderen Völkern: Sargonier kommen in fast allen Ländern Sagons vor. Zwar treten sie den anderen Völkern mit verdecktem Misstrauen meist gegenüber, doch sind ihre Beziehungen zu ihnen meist doch sehr gut. Das mag daher kommen, dass Sargonier halt kein neues Bild für die Völker sind. Und obwohl sie lieber unter anderen Sargoniern wohnen, ist das allgemeine Bild über sie positiv. Schlechte Beziehungen haben sie eigentlich bewusst nur mit den Zwergen, denen sie bis heute nicht die Versklavung verzeihen.

 Religion: Sargonier sind mittelmäßig religiös. Fast alle glauben an die fünf Göttlichen und den Schöpfer, wobei aber im Königreich Lysemien Geron als Schutzpatron eine größere Rolle einnimmt als die anderen. Geht man nach Middarion erlebt man eine immer größer werdende Religiosität, die am stärksten wohl in Asterias selbst ist, dem Hauptsitz der Kirche des Einen. In Merkria hingegen wenden sich sogar einige von ihrem Glauben ab, da sie nicht gleichzeitig gegen einen von der Kirche erwählten Kaiser kämpfen und die Fünf anbeten können. In allen drei Ländern wir aber die Magie als etwas Gefährliches angesehen und als etwas, das man unbedingt unter Kontrolle halten muss.

 

Besondere Merkmale: Sargonier sind geschickte Handwerker, wobei es bei ihnen meist mehr auf die Quantität als die Qualität ankommt, und gute Diplomaten. Zweiteres ist meist aber gar nicht erforderlich, denn viele Sargonier, gleich ob Hufschmied oder Offizier, sind dank der hervorragenden militärischen Ausbildung meist sehr gute Kämpfer und sargonische Heere gelten als die diszipliniertesten und daher besten Heere Sagons. Zusätzlich sind Sargonier begabte Bauherren. Ihre Festungen gelten als fast uneinnehmbar und werden nur noch von den Zwergen übertroffen, von denen sie vermutlich dieses Talent abgeschaut haben. Die Magierrate unter den Sargoniern ist mittelmäßig hoch. Die Magier sind dabei eher durchschnittlich und obwohl der Erzmagier meistens ein Sargonier war, gelangen sargonische Magier nur selten an das Niveau von Magiern aus Thulland oder ostländische Magier.

 

 


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