Die Thúlländer

Schon lange bevor Thúlland vom restlichen Sagon abbrach hatte sich das Volk der Thúlländer von den übrigen Völkern stark isoliert. Mit der Zeit bildeten sich sowohl kulturell als auch optisch so große Unterschiede, dass man schließlich von den Thúlländern als ein eigenes Volk der Menschen sprach. Als Thúlland schließlich ein Subkontinent wurde, verstärkte sich dieser Effekt. Heute sind die Thúlländer ein Volk, das im Exil lebt. Seitdem ihr Land in einem magischen Nebel versank leben die wenigen, die noch von dort fliehen konnten, im neu errichteten Neu-Agrimon in Merkria. Viel Wissen ging seit dieser Zeit verloren, weswegen es sich viele Thúlländer zum Ziel gemacht haben, das verbliebene Wissen zu bewahren oder es wiederherzustellen, doch zeugten sämtliche Expeditionen nach Thúlland bisher kaum von Erfolg.

Erscheinung: Thúlländer werden ähnlich wie Sargonier höchstens 1,80 Meter, sind aber öfter kleiner. Die meisten haben eine sehr schmächtige Statur und nur selten wird einer der ihren zum Krieger oder dergleichen geboren. Ihre Haut ist auffallend hell und sie haben für gewöhnlich dunkelbraunes oder schwarzes Haar. In Kombination mit den in Thúlland sehr häufig vorkommenden großen hellblauen Augen und den meist markanten Gesichtszügen wirken sie auf viele Völker etwas unheimlich. Viele Thúlländer tragen weite, fein gearbeitete Roben und Tuniken. Hosen werden mehr von der niederen Bevölkerung und vom Pöbel getragen.

 

Gesellschaft: Die Thúlländer leben in einem Gottesstaat. Schon vor langer Zeit hat der dortige Klerus die Macht an sich gerissen und bestimmt nur die Geschicke der Nation. Hierbei muss erwähnt werden, dass es sich nicht um die Mitglieder der Kirche des Einen, sondern um eine eigene Kirche der Thúlländer handelt. Die Mitglieder des Klerus werden hoch geachtet und dürfen als einzige politische Ämter und sei es auch nur ein Dorfvorsteher einnehmen. Er erhebt die Steuern und darf wie in anderen Ländern der Adel Frondienste verlangen. Dennoch gibt es offiziell keine Leibeigenen oder Unfreien Thúlländer. Viel mehr wird es als Dienst für die Kirche und die Götter angesehen und Predigten über die Verdammnis sorgen dafür, dass die Zahl an Frohndienstleistenden stets enorm ist, obwohl die Bauern ihr eigenes Land und dergleichen haben.

 

In den Familien herrscht eine genauso strenge Religiösität. Alle Kinder egal ob Junge oder Mädchen kommen schon mit 4 Jahren in Tempelschulen, wo sie in den Worten Sendels unterwiesen werden sowie in Lesen, Schreiben usw. Obwohl die Erziehung dort sehr streng ist zeugen die Absolventen stets von einem immensen Wissen und Fachkenntnis, wenn sie mit 18 die Schule verlassen. Ihr zukünftiger Weg wurde schon in der Schule entschieden, wobei es keine Trennung zwischen Frauen und Männern gibt, und sie wurden dementsprechend darauf vorbereitet. Während ihr berufliches Leben von der Kirche weitestgehend vorgegeben wird, suchen sich die meisten Thúlländer schon früh nach der Schule eine Partnerin oder einen Partner suchen. Hierbei geht es meist weniger um Liebe sondern viel mehr darum, so schnell wie möglich Kinder zu bekommen, die dann ihrererseits Sendel und der Kirche dienen können.

 

Wird ein Thúlländer in den Klerus aufgenommen, so entsagt er allem weltlichen Besitzes und übergibt den der Kirche. Innerhalb des Klerus gibt es eine klare Hierarchie, an deren Spitze der heilige Vertreter Sendels steht. Frauen werden für gewöhnlich nicht aufgenommen. Zwar sind viele Geistliche der Meinung, dass der Klerus abstinent leben sollte, doch ist dies kein Gesetz, was nicht wenige ausnutzen.

 

Enorm viel dreht sich bei den Thúlländern um das Bewahren ihres einstigen Wissens, sodass nicht wenige von ihnen als Gelehrte arbeiten. Neben den Klerus gehören diese zu den wichtigsten und einflussreichsten Menschen in Thúlland.

 

Beziehung zu anderen Völkern: Auf Grund des wenigen Landes, dass den Thúlländern zur Verfügung steht, sind sie sehr abhängig von den anderen Völkern. Vor allem aus Merkria kaufen sie viele Nahrungsmittel und andere Waren, die sie selbst nicht oder in zu geringen Mengen produzieren können. Allerdings verlassen sie ihre Heimat eher selten und meistens auf den Befehl der Kirche hin. Wegen ihrer eigenen Religion kommen sie selbst nicht gut mit den anderen Völkern klar, selbst wenn es mit ihnen Bündnisse oder dergleichen gibt. Nicht kommt es vor, dass ein Thúlländer den „falschen Glauben“ direkt vor einer Kirche anprangert und versucht, alle anwesenden zu bekehren.

 

Religion: Wie ihre Gesellschaft es schon vermuten lässt, sind die Thúlländer ein ultrareligiöses Volk. Sie Glauben zwar auch an die Fünf Göttlichen, doch ist der Schöpfer ihrer Meinung nach nie gestorben, sondern habe seine Macht einfach an vier der Göttlichen abgegeben und sei selbst zum fünften Göttlichen geworden. Dieser ist ihrer Meinung nach Sendel, der Göttliche, der über Leben und Tod entscheidet. Zusätzlich glauben sie, dass eines Tages Sendel die Macht der fünf wieder vereinen wird. Dies wird das Ende der Welt herbeirufen, doch wird Sendel vorher jene, die dem wahren Glauben folgen, zu sich in die astralen Sphären rufen, wodurch sie der Zerstörung entgehen werden. In der Magie sehen die Thúlländer keine Gefahr, sondern eine Verpflichtung, diese besonderen Fähigkeiten in den Dienste Sendels zu stellen. Magier werden somit sofort in die Kirche aufgenommen egal ob sie das wollen oder nicht. Doch für viele ist dies eine Ehre, was das Bild über die Magie in Thúlland sehr positiv erscheinen lässt.

 

Besondere Merkmale: Neben einer enormen Intelligenz und eines meist sehr scharfen Verstandes sind Thúlländer enorm Magiebegabt und kommen fast an das Talent der Elben ran. Fast jeder fünfte unter ihnen ist ein Magier. Besonders stark sind sie in der Illusions- und Beschwörungsmagie. Ansonsten ist noch beeindruckend, wie sehr ihre Opferwille für ihren Glauben ist. Wo andere Seelen schon längst gebrochen währen und die Flucht ergreifen würden, halten sie stand und geben nicht auf.


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